Demokratie-Deklaration als Trost für Nazi-Kooperation von Vizelandrat – geht’s noch?

Heute Morgen im sorbischen Rundfunk gehört: Die „Bautzener Deklaration für Demokratie und Toleranz“, von CDU-Landrat Michael Harig auf dem Höhepunkt der Krise um seinen Stellvertreter Udo Witschas angekündigt, soll am Montag vom Kreistag beraten werden. Zwischenzeitlich ist die Sorben-Passage aus dem Entwurf rausgefallen, sie soll nun wieder reinverhandelt werden.

All dies geht am Thema vorbei. Nazi-Kollaborateur Witschas ist immer noch stellvertretender Landrat. Inzwischen laufen gehen ihn sogar staatsanwaltliche Ermittlungen wegen Geheimnisverrats. Witschas hatte „in Asylfragen mit Neonazis kooperiert“ („Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.9.2017). Der Versuch seiner Abwahl scheiterte schon am Widerstand der CDU und dem Umstand, dass ihn Harig im Amt halten wollte.

Und nun soll also der beunruhigten zivilgesellschaftlichen Öffentlichkeit als Trostpflästerchen eine „Bautzener Deklaration für Demokratie und Toleranz“ gereicht werden. Herr Witschas darf unterdessen weiter an der Spitze des Landratsamtes seine Strippen ziehen. Ehrlich gesagt wäre es mir sogar recht, wenn das Sorbische mit dieser verlogenen Aktion nicht kontaminiert würde.

Vorurteile über den Osten – staatsfixiert und demokratiefern?

Der gemeine Ostler – das meint auch der designierte Ostbeauftragte der SPD, Sachsens Vize-Ministerpräsident und Wirtschaftsminister Martin Dulig, ist staatshörig und demokratieunerfahren. Für die erste Behauptung vergleicht Dulig die Mentalität seiner Landsleute mit einem Pizzadienst: „Ich bestelle – ihr liefert, und wenn ihr das nicht macht, seid ihr Volksverräter.“ Die zweite „belegt“ er damit, dass die Leute in der DDR keine Demokratie hatten und danach die – in Sachsen dominierende – CDU zu wenig für demokratisches Bewusstsein getan habe.

Die Pointe besteht nun darin, dass oft genug die, die wie Dulig „den Osten“ vorm Unverständnis“ und den „Vorurteilen“ des Westens in Schutz nehmen wollen, damit selbst gewissermaßen als innerdeutsche Verhandlungsgrundlage Vorurteile liefern. Dass der durchschnittliche Lausitzer staatsgläubiger ist als zum Beispiel der gewöhnliche Westfale, halte ich – auch aus Erfahrung – für ein unbewiesenes Gerücht. Tatsächlich verhält es sich eher umgekehrt:

Wer die vergangene Mangelwirtschaft der DDR erlebt oder von Eltern bzw. Großeltern erzählt bekommen hat, die ja einherging mit einem umfassenden sozialökonomischen Versorgungs- und Regelanspruch des realexistierenden Sozialismus, hat schon das Bewusstsein in seinen Gesellschafts-Genen: Der Staat hält eh nicht das, was er verspricht, und man kann sich im Zweifel eher auf den Nachbarn als aufs Amt verlassen.

Nach der Wende kam ein neues System, unter dessen Zeichen erstmal durch Treuhandpolitik Massenarbeitslosigkeit produziert wird – und damit die Botschaft: Sucht Zuflucht bei der Wirtschaft selbst – der Staat lässt euch fallen (wenn man nicht gerade darauf erpicht ist, sich in Abhängigkeit der monatlichen Überweisungen vom Amt zu begeben, einschließlich der damit einhergehenden Kontrollen des Privatlebens). Daraus erklärt sich ja auch die schier unglaubliche Loyalität gegenüber teilweise spartanisch zahlenden klein- und mittelständischen Unternehmen, deren Eigenkapital-Substanz so gering ist, dass die Beschäftigten sich noch nicht mal ausgebeutet fühlen.

Und von der Demokratie haben die Lausitzer und andere im Osten in zwei Systemen so viel mitbekommen, dass am Ende die Wirtschaft über Mangel oder Überfluss entscheidet, und darüber, wo wer an was teilhat. Die Bedeutung großer Werke oder Landwirtschaftlicher Produktionsgenossenschaften war für das soziale Leben in der Umgebung genauso prägend wie heute Großbetriebe oder auch das florierende Handwerksunternehmen im Dorf. Dementsprechend unterentwickelt sich die Bereitschaft in der Bevölkerung, Lebenszeit in öffentliche Kommunikationsprozesse zu investieren, die aus ihrer Sicht mit den Grundfesten des eigenen und gemeinsamen Leben nicht übermäßig viel zu tun zu haben scheinen. Insofern ist das Verhalten, ob es einem nun gefällt oder nicht: rational.

„Wir sind das Volk!“ „Wir aber auch!“

Für Verschwörungstheoretiker wird der Fall klar sein: Eine unheilige Allianz von Staatsvertretern und Domowina-Abgesandten, die beide nur ihre Ruhe haben wollen, haben im Stiftungsrat der Stiftung für das sorbische Volk gestern die Finanzierung der Vorwahlen für ein sorbisches Parlament blockiert. Man kann sich der Sache natürlich auch rational nähern und die Argumente der „Sejmik“-Befürworter – siehe aktuellen Offenen Brief und Pressemappe – einfach ernst nehmen.

Sie sagen faktisch: Wir sind das Volk, und dieses Volk will ein eigenes Parlament. Maybe. Ich widerspreche dem nicht. Nun gibt es seit 1912 eine gesellschaftliche Formation im Sorbenland, die sagt: Wir sind das Volk, und dieses Volk will einen Dachverband der Vereine, Verbände und Einzelnen, die mitmachen wollen. Das ist die Domowina. Sie steht mittlerweile als legitimierte Interessenvertreterin sorbischer Interessen sogar in sächsischen und brandenburgischen Gesetzen.

Die Stiftung hat die ihr anvertrauten Geldmittel für sorbische Sprache und Kultur auszugeben. Und sonst nichts. Die Frage, wer das „Volk“ ist (das ist ja auch unter Deutschen und gerade in Sachsen zurzeit höchst strittig), müssen wir schon selbst untereinander ausstreiten. Es geht hier ja nicht nur um die Frage der „legitimierten Vertretung“. Da steht Smy e.V. (die Sejmik-Gruppe) gegen Domowina e.V., also Verein gegen Verein.

Im Moment konstituiert sich das „sorbische Volk“ durchs sorbische Mitsprechen, Mitmusizieren, durch gemeinsame Arbeit an Bildung und Kultur, vor allem aber an der sorbischen Community selbst. Das ist wie in einem Dorf, wo Freiwillige Feuerwehr, Sportverein und Dorfklub das gesellschaftliche Leben prägen – auch derer, die selbst nirgendwo mitmachen.

Das „Sejmik“-Modell kreiert ein neues „Volk“: derer, die sich per Postident-Verfahren zum Wahlberechtigten machen. Mit der Folge, dass jemand, der weder sorbisch spricht noch irgendwo am sorbischen Leben mitwirkt, plötzlich „Sorbe“ ist, derjenige, der zu Hause sorbisch spricht, in sorbischem Chor mitsingt, seine Kinder an die sorbische Schule schickt, in den sorbischen Gottesdienst geht usw. usf., aber sich an dieser Wahl nicht beteiligen will, eigentlich nicht mehr.

Wohlgemerkt: Ich halte mich strikt an die Denke der Sejmik-Vorkämpfer, die ja sagen, wer nicht irgendwie Mitglied der Domowina ist, kann durch sie nicht vertreten werden. Dann ist auch der, der sich an den Sejmik-Wahlen nicht beteiligt, durch dieses Gremium nicht vertreten. Das ist eben anders als mit einem sonstigen Parlament, das für ein Territorium zuständig ist und damit auch für die, die da wohnen, aber nicht wählen gegangen sind. Auch die Sejmik-Leute wollen kein (separatistisches) Territorial-Prinzip.

So sagen die Sejmik-Leute: Wir sind das Volk! Und die Domowina sagt: Wir aber auch. Die Pointe ist nun: Während die Domowina staatsfern von der sorbischen Zivilgesellschaft gegründet worden ist, erwartet die Sejmik-Bewegung gewissermaßen vom Staat, an ihre Stelle gesetzt zu werden. Emanzipation geht anders. Ob es im 21. Jahrhundert noch einer aufklärerischen Position entspricht, überhaupt noch abseits des Feuilletons mit dem Begriff „Volk“ zu hantieren, steht auf einem anderen Blatt. Vielleicht beerdigen beide „Völker“ (Domowina und Sejmik) im Dialog einvernehmlich dieses verstaubte Wort der Vergangenheit, dessen Einheits- und Harmoniewahn in der Postmoderne nicht mehr zeitgemäß ist, und bringen das Sorbische gemeinsam auf einen neuen Begriff.

171127 Offener Brief SR SSV.pdf

Pressemappe 2017.04 DE.pdf

Brandenburg, Sachsen und die Qual der Zahlen in der sorbischen Schulbildung

In Brandenburg ringen engagierte Eltern und sorbische Organisationen (Domowina, Sorbenrat) mit dem SPD-geführten Kultusministerium wegen Mindestschülerzahlen für Sorbisch-Unterricht, die eben diesen bedrohen. In Sachsen wurde der Zahlen-Konflikt im Jahr 2001 durch vorauseilenden Gehorsam gelöst:

Vorauseilender Gehorsam mit 2plus

Während allmorgendlich wochenlang Hunderte Sorben und der Vorsitzende des sorbischen Dachverbandes Domowina, Jan Nuck, auf dem Schulhof der sorbischen Mittelschule Crostwitz dafür demonstrierten, dass die Schule nicht geschlossen wird, auch wenn für die 5. Klasse „nur“ 17 statt der geforderten 20 Anmeldungen vorlagen, wurde im Bereich der sorbischen Grundschulen unter Regie der Vorsitzenden des sorbischen Schulvereins, Ludmila Budar, das Modell 2plus eingeführt. Damit wurden die sorbischen Klassen aufgelöst, Sprachniveau-Gruppen gebildet und Schüler sehr unterschiedlichen Sprachniveaus in eine Klasse gesteckt – und somit deren Schüler-Zahl wunschgemäß erhöht.

Alle Ziele verfehlt

Trotzdem wurde auch die sorbische Mittelschule Panschwitz-Kuckau geschlossen, ungeachtet dessen, dass hier an der Grundschule zuerst mit 2plus experimentiert wurde. Das führte zu erheblichen Verlusten an sorbischen Kindern für das sorbische Schulsystem, weil nun viele in nahe gelegene deutsche Schulen gingen. Selbst die sorbische Mittelschule Radibor wäre nach Wunsch des Kultusministeriums noch verschwunden, wenn nicht die Gemeinde erfolgreich vor dem Sächsischen Oberverwaltungsgericht dagegen geklagt hätte. Das Ziel der Erhaltung des bisherigen sorbischen Schulnetzes wurde also verfehlt.

Die Idee von 2plus war schlicht: Die Kinder, die noch kein muttersprachliches Niveau haben, werden das binnen Jahresfrist durch entsprechende Sprachförderung erreichen. Und damit hätte man wieder eine richtige sorbische Klasse, nur eine wundersam gewachsene. Dieses Ziel, das Voraussetzung des Funktionierens von 2plus ist, wurde vollständig verfehlt. Die Zeit der Anpassung ans muttersprachliche Niveau wurde ständig verlängert, ehe man sich faktisch von diesem Anspruch verabschiedete.

Germanisierung statt Sorabisierung

Damit kam es also nicht zur sprachlichen Sorabisierung der deutschen, sondern zur Germanisierung der sorbischen Kinder. Denn sie haben ihren muttersprachlichen Sprachraum verloren und sind nun den ganzen Tag nicht in einem sorbischen, sondern deutschen „Sprachbad“ (nur an den Orten nicht, wo es kaum nichtsorbischsprachige Mitschüler gibt), um mal Immersionsterminologie zu verwenden. Es mag ja sein, dass viele dank großartiger Elternhäuser heute trotzdem einigermaßen souverän mit dem Sorbischen umgehen können – es ist aber nicht der Sinn von Schule, die von den Eltern geschaffene Bildungssubstanz zu verzehren, sondern zu vermehren. Genau dieses Verzehren ist aber Realität:

Schon 2007 lag ein wissenschaftliches Evaluationsergebnis vor, demzufolge sorbische Kinder teilweise am Ende des Schuljahres ihre Muttersprache schlechter beherrschen als am Anfang. Dennoch setzte die Vorsitzende des Sorbischen Schulvereins, die sich beim Crostwitzer Protest 2001 zurückgehalten hatte, das Modell ungerührt fort. Die Domowina, dem Prinzip der Souveränität der einzelnen Regionen und Fachvereine folgend, gab regelmäßig ihre Bedenken zur Lage der muttersprachlichen Kinder zu Protokoll und duldete ansonsten den Fortgang.

Minderheit in der eigenen Klasse

In Berlin entziehen deutsche Eltern oft mit List und Tücke ihre Kinder Schulklassen mit einer Mehrheit von Migrantenkindern, weil sie befürchten, dass sie am Ende nicht gut genug Deutsch können (obwohl diese Kinder zu Hause und im sonstigen Alltag ein deutschsprachiges Umfeld haben). Im Sorbenland lief es paradoxerweise umgekehrt: Die sorbischen Kinder wurden durch 2plus in eine Minderheitensituation an ihrer eigenen Schule und Klasse gebracht, obwohl sie auch außerhalb der Schule oft genug in einer solchen sind.

Ergebnis: Es wird deutsch gesprochen – nicht sorbisch

Als allerletztes „Argument“ kommt dann: Aber durch diese gemischten Klassen haben auch Kinder nichtsorbischer Herkunft mehr Kontakt zur sorbischen Sprache, das stärkt die Akzeptanz des Sorbischen. Allerdings nur abstrakt, denn im konkreten Schulalltag sprechen alle miteinander – deutsch. Das ist etwa so, als würde man sagen: Weil die Kinder mit Migrationshintergrund zu schlecht deutsch sprechen, müssen wir das Schulsystem ändern – und am Ende sprechen je nach Region alle arabisch oder türkisch.

Deshalb: sorbische Klassen!

Das sorbisch-katholische Milieu hat das totale Sprachverbot der Nazis relativ unbeschadet überstanden, weil die staatlich verordnete Assimilation in den Familien große Gegenkräfte mobilisiert hat. Bei 2plus haben wir aber eine selbst organisierte Assimilation, scheinbar freiwillig, und die ist lebensgefährlich. Sie könnte auf lange Sicht dazu führen, dass in ein, zwei Generationen im katholischen Milieu vom Alltags-Sorbisch so wenig übrig geblieben ist wie heute im evangelischen. Deshalb müssen aus meiner Sicht – nach 16 Jahren 2plus und damit verlorener solider sorbischer Schulbildung – 2plus schnellstmöglich eingestellt und sorbische Klassen gebildet werden.

Vorbild: Internationale Schulen

Selbstverständlich verkraftet eine intakte sorbische Klasse auch ein oder zwei Nichtmuttersprachler, die guten Willens sind (und solche erfolgreichen Beispiele gibt es auch aus der Vergangenheit vor 2plus), sich die sorbische Sprache auf muttersprachlichem Niveau anzueignen und mit ihren Klassenkameraden sorbisch zu sprechen. So wie es an einer internationalen Sprache üblich ist, konsequent auf Englisch miteinander zu kommunizieren.

Nachdem bei der jüngsten Bundesvorstandssitzung der Domowina Einigkeit darüber bestand, dass es so nicht weitergeht, bekam der Bildungsausschuss des Dachverbandes den Auftrag, über neue Wege nachzudenken. Als dessen Vorsitzender habe ich mich mit der Chefin des Witaj-Sprachzentrums, Dr. Beate Brězan, darauf verständigt, dass wir dies am 18. Dezember mit einem offenen gemeinsamen Ideenaustausch über verbesserte Förderung muttersprachlicher Kinder beginnen wollen.

Domowina mit klarem Maßstab

Der Domowina-Bundesvorstand hat im Sommer 2013 nach heftiger Auseinandersetzung folgenden Maßstab für die Bildung an sorbischen Schulen beschlossen: Dass sorbische Jugendliche ihre Muttersprache auf dem gleichen Niveau beherrschen wie deutsche. Ich begrüße es, dass nun endlich Schritt für Schritt eine Evaluierung von Sprachkenntnissen nach dem gemeinsamen europäischen Referenzrahmen stattfinden soll, nachdem die 2plus-Lobby all die Jahre eine systematische Überprüfung der Folgen ihres Tuns einschließlich daraus abzuleitender Konsequenzen unterlassen hat. Solche Zertifizierungen helfen auch Muttersprachlern, die in der Schriftsprache längst nicht immer so fit sind, wie sie es wünschen und brauchen.

Kreative Lösungen möglich

Wenn ich mal davon ausgehe, dass wir schätzungsweise rund 50 muttersprachliche sorbische Kinder und Jugendliche in jedem Jahrgang im Landkreis Bautzen haben, dann können wir allen eine sorbische Klasse (A-Klasse) bieten. Selbst zu DDR-Zeiten gab es A-Klassen mit bspw. sieben Schülern. Man wird im Einzelfall (Bautzen, Radibor) überlegen können, ob man das an einem gemeinsamen Ort einrichtet und denen, die fahren müssen, den Schülertransport erstattet – damit etwa nicht in Bautzen ein oder zwei sorbische Kinder mit sich allein sind, sondern mit anderen zusammen im nahen Radibor vor den Toren der Stadt eine kleine sorbische Klasse bilden. Das setzt aber voraus, dass 2plus auch in Radibor beendet und damit eine solche Klasse möglich wird.

Selbstverständlich könnten und sollten muttersprachliche sorbische Kinder und Kinder, die weniger sorbisch können, auch künftig viel gemeinsam erleben. Zum Beispiel den Sportunterricht. Und zusammen Projekte im Rahmen der Ganztagsangebote. Solche kreative Lösungen im Interessen eines starken Sorbischen und gelingenden interkulturellen Miteinanders sind wir auch all den Lehrern schuldig, die ehrenamtlich beim „Crostwitzer Aufstand“ 2001 den Schulunterricht der 5. Klasse machten, bis der Aufstand sein Ende nahm. Auch weil sein Rückhalt in der Region schon durch die 2plus-Strategen geschwächt worden ist. Ich finde übrigens, dass diese Pädagogen höchste Auszeichnungen verdient haben, die wohl keiner von ihnen bis heute erhalten hat.

Jamaika und die Lausitz

CSU und Grüne am Kabinettstisch ist schon eine abenteuerliche Vorstellung, da sie die Pole des bürgerlichen Parteienspektrums sind und sich Wähler am Ende fragen werden, wieso man Unterschiedliches wählt, wenn dann nach der Wahl alles in einem Topf zusammengerührt wird. Das würde vielleicht nach dem Grundprinzip der Dialektik bei gutem Willen zwischen zwei Kontrahenten-Koalitionären gehen; wenn dann aber noch zwei weitere ebenfalls verschiedene Formationen (CDU und FDP) hinzukommen, die zwar miteinander kompatibel, von den anderen beiden aber mehr oder weniger entfernt sind, wird durch dieses Viereck noch das Bermuda-Dreieck in den Schatten gestellt. Die Politik wird in ihm verschwinden.

Dass eine Reihe gutbürgerlicher Feuilletonisten voller Faszination auf Jamaika blicken und die von ihnen geprägte veröffentlichte Meinung trotz entnervender Sondierung einschließlich des dazu täglich abgesonderten Nachrichten-Trashs sich immer noch um Wohlwollen bemüht, ist den intellektuellen Unterhaltungsbedürfnissen in ihrer kommunikativen Filterblase geschuldet, hat aber nichts mit der Realität zu tun.

Die Wahrheit ist: In einer solchen Konstellation setzt jeder vernünftige Mensch auf eine Minderheitsregierung mit wechselnden Mehrheiten. Wie in skandinavischen Ländern. Das stärkt die parlamentarische Demokratie und gibt der Regierung letztlich mehr Handlungsfähigkeit als das Gezerre zwischen Unvereinbarkeiten, das nur zu bizarren Kompromissen führt und später einem alltäglichen Tauziehen, das genauso nerven wird wie das gegenwärtige Vorspiel.

Für die Lausitz verheißt „Jamaika“ nichts Gutes. Ja, ich bleibe weiter dafür, das klimabelastende Verfeuern des Sorbenlands beschleunigt zu beenden. Allerdings begleitet von einer Beschleunigung des Strukturwandels Richtung Aufbau neuer Industrie(!)arbeitsplätze. Das schafft man aber nicht mit Peanuts, und mehr als solche hat der Bund für die Lausitz bisher nicht zur Verfügung gestellt. „Jamaika“ beflügelt den Kohleausstieg, aber die Kräfte für einen sozialverträglichen Strukturwandel werden schwächer. Deshalb verheißt uns dieses Vierer-„Bündnis“ bisher nichts Gutes.

Ohne Klischee keine Lust

Die sorbischen Jungs fahren nach Polen in den Wald, beschießen sich mit Paintball-Kugeln und kutschieren als Krönung zusammen auf einem russischen Panzer umher. Andere nehmen sich beim American Football so hart ran, dass es zu vorzeitigen Ausfällen kommt. Über solche Gesellschaftsspiele informiert zuverlässig alle paar Wochen die Jugend-Beilage der sorbischen Zeitung.

Die ganz Korrekten würden nun zur x-ten schon vor Eröffnung abgetörnten Debatte über archaische kriegslüsterne Männlichkeit ansetzen. Tatsächlich geht es um den Kern dessen, was auch die supermodernen Gender-Gelehrten predigen: Die Geschlechter muss jede Generation wieder neu konstruieren. In Zeiten der theoretisch grundsätzlichen und alltagspraktisch zunehmenden Gleichheit der Geschlechter ist der entscheidende Ort der Unterschiedlichkeit der Körper. So wird der entsprechend kultiviert, und sei es im ritualisierten Kampf. Natürlich zivilisiert, also schön symbolisch, aber wehtun muss es schon, sonst ist das ja nichts Körperliches.

Es geht also nicht um Krieg, sondern um Sex. Es ist ja eine zeitgenössische Irrlehre, der Sinn der Erotik sei der Ausdruck der Zuneigung zu einem anderen Menschen. Mit den allermeisten Menschen, die wir gern haben oder gar lieben, schlafen wir nicht. Zusammengehörigkeit lässt sich auch anders herstellen. Das Einzigartige der – hier aus heterosexuellem Blickwinkel erörterten – körperlichen Liebe ist ja gerade, dass die Angebetete die Trägerin des Weiblichen schlechthin ist und der Auserwählte der Träger des Männlichen an sich.

Gerade deshalb ist die große Liebe auch – im Regelfall – exklusiv, weil Promiskuität die Projektionsfläche des Begehrens am konkreten Gegenüber vom Weltumspannenden ins Belanglose schrumpfen lässt: Das Gegenüber ist dann nur noch eine Frau unter vielen oder irgendein Typ, aber nicht Stellvertreter des Weiblichen bzw. Männlichen überhaupt. Deshalb ist Treue nicht in erster Linie eine moralische Kategorie, die anzumahnen wäre, sondern eine Frage der Lebensklugheit, um nicht zu sagen Alltagsweisheit.

Was aber nun in einer bestimmten Zeit und Gruppen von Menschen und Einzelnen als „männlich“ oder „weiblich“ gilt, wird nicht im universitären Proseminar erfunden, sondern ist ein Klischee-Kaleidoskop, dessen Bildchen sicher immer wieder ein klein bisschen anders mischen. Dass es dabei offenbar gewisse historische Grundlinien gibt, ist keine Frage der Ideologie, sondern der Bequemlichkeit: Es würde zuviel Energie kosten, das elementare Spiel ständig völlig neu zu erfinden, also bedient man sich aus den Versatzstücken der Vergangenheit und modelliert sie für sich neu.

Das Spiel der gegenseitigen Verführung funktioniert ja nicht deshalb, weil wir uns „nett“ finden. Natürlich gibt es Voraussetzungen wie gewaltfreies und freundliches Verhalten, die gewissermaßen Geschäftsgrundlage sind. Man sollte auch ein paar gemeinsame Themen haben. Aber der Reiz, der zur Ekstase drängt, die „gemeinsame Chemie“ entspringt dem Augenblick der Erkenntnis, dass das geliebte Gegenüber die Frau bzw. der Mann schlechthin ist. Das ist das, was hinter dem Satz steckt: „Ich liebe dich über alles in der Welt.“

Deshalb ist es legitim, dass es Orte gibt, wo auch die Träger/innen des Weiblichen oder Männlichen, die nach dem Vereinigungsspiel mit dem anderen Geschlecht streben, mit sich alleine sind. Das an diesen Orten klischeehaft konstruierte Männliche bzw. Weibliche gerät „natürlich“ sofort in den Verdacht, etwas primitiv und unvollständig zu sein (kichernde Mädchen, raufende Jungs). Das muss es ja auch, damit es Lust auf Vervollständigung bekommt.

(In Zeiten der „Ehe für alle“ könnte nun jemand fragen: Gilt das alles auch fürs Homosexuelle? Maybe. Bei den gleichgeschlechtlichen Paaren, die ihren Unterschied nach ähnlichem Muster konstruieren. Bei denen, die mehr nach dem Prinzip „Gleich und gleich gesellt sich gern“ leben, ist das vielleicht anders. Dieser Grundsatz hat gleichwohl auch im Heterosexuellen seinen Platz, weil das Spiel mit der Verschiedenheit am besten geht, wenn man sich über die Abläufe einig ist, und das betrifft nicht nur das Bett, sondern auch den Tisch und das ganze Drumherum. Das aber ist schon wieder ein ganz anderes Thema, das hier den Rahmen sprengen würde.)

Ende des sorbischen Ministerpräsidenten

Mit Stanislaw Tillich tritt der erste Ministerpräsident Deutschlands zurück, dessen Muttersprache nicht Deutsch ist, sondern die Sprache einer nationalen Minderheit. Natürlich fand ich es klasse, dass jemand in Sachsen die Staatsgeschäfte führt, der bei seiner Vereidigung auch „z božej pomocu“ sagt. Zugleich ist Tillich ein mustergültiger Europäer, kann mit den Nachbarn in Polen und Tschechien in ihrer Muttersprache kommunizieren.

Seinen Aufstieg und Fall konnte ich im Tonfall meiner Nachbarschaft wahrnehmen. „Tillich ist nett.“ Das sagen sie konstant seit seinem Amtsantritt über ihn. Jahrelang positiv gemeint: umgänglich, freundlich, hat ein offenes Ohr. Schließlich nur noch negativ: Nur nett, macht aber nichts.

Man kann nicht sagen, dass er gar kein Ziel hatte. Sein Ziel war, möglichst störungsfreie Verwaltungsapparate mit guter Laune zu moderieren. Also hielt er sich alle vom Hals wie den früheren Kultusminister Wöller, die die Harmonie mit irritierenden Fakten verstören. Und berief konsequent Leute aus der Bürokratie wie Kultusministerin Kurth. Dieses System ist aus der Perspektive der Bevölkerung auf ganzer Linie gescheitert.

Was hat der Sorbe Tillich den Sorben gebracht? Die eine Million mehr für die Sorben-Stiftung anlässlich des 100. Geburtstages des sorbischen Dachverbandes Domowina hat viele Mütter und Väter. Die zweisprachigen Autobahnabfahrtschilder lehnte er sogar ausdrücklich schriftlich ab – im Gegensatz zu einem CSU-Politiker und bundesweitem Minderheitenbeauftragten und der Regierung in Brandenburg. Dem Niedergang des sorbischen Schulwesens sah er schon vor Amtsantritt kommentarlos zu.

Als er nun wie eine Verzweiflungstat zum Rechtsschwenk der CDU rief, sorgte das auch innerparteilich für Fassungslosigkeit. So ganz ernst gemeint hat er das wohl selbst nicht, aber darin offenbarte sich zugleich sein strukturelles Manko: eigentlich zu nichts keine Meinung zu haben – um es mal in auf Deutsch falscher und sorbisch richtiger doppelter Verneinung zu formulieren.

Die Stimmen aus dem Volk heute im sorbischen Rundfunk sind teilweise erstaunlich eindeutig: Im „besten Alter“ laufe er vor der Verantwortung davon, ein schlechtes Beispiel für die Jugend. Natürlich gibt es auch Verständnis angesichts der öffentlichen Diskussionen der letzten Wochen. Aber massenhaftes tiefes Bedauern hört sich anders an.

Dazu hat wahrscheinlich auch die ganze Berichterstattung über seinen Hausverkauf in Panschwitz-Kuckau beigetragen. Als er mit Frau dort auf die vornehmen Höhen Dresdens wegzog, nahm das kaum einer so richtig ernst. Es sah aus wie eine Dienstwohnung. Nun aber dämmert es den meisten: Er ist wirklich entrückt, weg.

Was auch wieder nicht ganz stimmt. Wenn ich bedenke, wie oft ich Tillich bei privaten Anlässen im Sorbenland gesehen habe, dann spürt man, dass er hier noch zu Hause ist, auch wenn man das öffentlich kaum merkt. Das wiederum wirkt dann fast schon tragisch.

Wir sind Lausitz – und sorbisch

Gestern Abend fand sich erstmals in der Wahlperiode 2017-2021 der Bildungsausschuss des Domowina-Bundesvorstandes zusammen. Als Ausschuss-Vorsitzender fiel mir die Aufgabe zu, die Sitzung in Hoyerswerda zu moderieren. Erste Auffälligkeit: Von den acht Anwesenden sind drei Sorben mit Migrationshintergrund, also Menschen, die weder in einer sorbischen Familie noch irgendwo in der Lausitz geboren sind. Dieser Unterschied spielt jedoch in der sorbischen Community keinerlei Rolle – hier entscheidet nicht, woher man kommt, sondern wohin man geht, also nix mit „Blut und Boden“.

Zweite Auffälligkeit: Es wurde mit absoluter Selbstverständlichkeit abwechselnd über Schulpolitik in Sachsen und Brandenburg gesprochen, über Praktisches wie Grundsätzliches. Und alle, die am Tisch saßen, hörten jeweils aufmerksam zu. Wir sind die einige Lausitz – im Herzen, völlig unabhängig von administrativen Grenzen.

Das Thema des Ausschusses ist „kubłanje w narodnym duchu“ und damit unübersetzbar. Bzw. ein hübsches Beispiel dafür, dass man sorbische Texte nicht 1:1 ins Deutsche übersetzen kann, ohne Unsinn zu produzieren. Eine solche Übersetzung hieße „Bildung im nationalen Geist“. Also im günstigsten Fall AfD, die die Sorben aber weit unterdurchschnittlich gewählt haben. Schon gar nicht ein sorbischer Nationalismus, denn für Unterwerfungsgelüste gibt es in der friedlichen langen sorbischen Geschichte keinerlei Beleg.

Gemeint ist, das war Konsens am Tisch, die geistige und seelische Verwurzelung in der sorbischen Sprache. Und daraus folgend ihre konsequente Pflege und überzeugte Weiterentwicklung. Was mir am Sorbischen am liebsten ist: Es tut sich schwer mit Abstraktem, Absolutem, Bürokratischem. Weil es ja nie Herrschaftssprache war. Es will Beziehungen und die Sachen, um die es geht, abbilden.

Bunte Bräuche und schöne Kleider gehören dazu – als Wegweiser auf das Sorbische selbst, also die Sprache. Auch das ist bei den Engagierten im Sorbenland Konsens. Was wir als Bildungsausschuss dazu konkret beitragen wollen, haben wir besprochen und werden wir beizeiten von uns hören lassen. Lasst Euch überraschen!

Blauer Himmel weg – Flugverkehr-Wahrheit und Chemtrails-Legende

Die ZEIT widmete neulich eine Doppelseite einem besonders schillernden Beispiel von „Fake-News“-Produktion. Der Chemtrails-Bewegung. Und scheiterte grandios. Auf sehr typische Weise.

Es ist selbstredend kinderleicht nachzuweisen, dass die künstliche Wolkenbildung nicht von bösen Mächten betrieben wird, sondern ganz banal von der Verdoppelung des Flugverkehrs binnen fünfzehn Jahren.

Das eigentliche Problem der Leute ist aber ein ästhetisch begründetes Missfallen, das ich im Übrigen als Hobby-Meteorologe schon lange teile (wie viele andere Leute auch, die ebenso mit Chemtrails-Legenden nichts zu tun haben). Dass es nur noch selten schönen blauen Himmel gibt. Und stattdessen an vielen, eigentlich wolkenlosen Tagen, so eine hässliche milchige Soße. Gerade in Regionen unter internationalen Luftverkehrstrassen wie bei uns in der Lausitz ist das zu beobachten.

Nur noch an Tagen mit starkem Hochdruck (vereinfacht gesagt und viele andere Komponenten beiseite lassend) haben wir die Chance auf einen richtigen blauen Himmel. Die aber sind bei uns klimatisch eher selten.

Die mediale Aufmerksamkeit generiert sich immer an punktuellen Katastrophen. Wenn ein Massenmörder in den USA bei einem Volksfest fünfzig Leute erschießt, ist das wochenlang großes Thema. Tatsächlich kommen in den USA täglich so viele Menschen durch Schusswaffengebrauch zu Tode – aber jeweils einzeln und über einen Subkontinent verteilt. Das spielt massenmedial keine Rolle.

Wenn sich etwas als Prozess langsam steigert, wird’s gleich gar nicht registriert. So beschäftigte man sich zwar vor Jahren wochenlang mit der unsichtbaren Aschenwolke durch einen Vulkanausbruch auf Island, durch die die Flugzeuge nicht mehr fliegen konnten (ungewollter Beitrag zum blauen Himmel). Aber die beständige Zunahme der Konsensstreifen-bedingten Bewölkung und Vermilchung des Sonnenscheins findet nahezu keine Erwähnung.

Also denken sich die Leute: Da wird wohl was vertuscht. Das Problem kann man lösen: In jeder Wettervorhersage den Anteil zu erwartender künstlicher Wolkenbildung ausdrücklich erwähnen. Dann kann die Gesellschaft rational darüber debattieren, ob sie vielleicht lieber weniger Flugzeuge fliegen lässt und mehr blauen Himmel haben will.

Ein sorbisches Parlament?

Die Freunde eines sorbischen Parlaments wollen also nächste Woche in Schleife die Vorbereitungen auf die Wahl eines „Vorparlaments“ vorstellen, dazu noch einen Sieben-Punkte-Plan für Autonomie der Sorben in Kultur und Bildungsfragen.

Mal ganz davon abgesehen, dass nicht nur in Katalonien, sondern auch im Sorbenland die Auffassungen über die richtigen Formen sorbischer Selbst und Mitbestimmung weit auseinandergehen, gibt es nicht nur einen Haken an der Sache, sondern gleich drei.

Für die Durchführung der Vorwahlen wollen die „Sejm“-Bewegten eine Menge Geld von der Stiftung für das sorbische Volk haben, die Mittel für Sprach- und Kulturförderung zur Verfügung stellt. Dazu gehören zum Beispiel gerade Online-Lernprogramme für Sorbisch. Das Geld für die „Vorwahlen“ würde also irgendwo dem Sorbischen fehlen.

Außerdem hätten die „Sejmik“-Leute gerne, dass der sorbische Dachverband Domowina ihnen bei der Organisation der Wahlen zum Vorparlament organisatorisch behilflich ist, obwohl die Domowina bisher aus vielen guten Gründen die ständig wechselnden Modelle der „Sejmik“-Initiative – mal Samen, mal Ungarn, mal Belgien – abgelehnt hat.

Schließlich wird nun so getan, als stünde hinter dem „Vorparlament“ ganz selbstverständlich so etwas wie der „Wille des sorbischen Volkes“. Es haben aber in den vergangenen Monaten keine Serien von Diskussionsabenden in Kneipen, bei Kulturveranstaltungen und was weiß ich wo über das Thema „sorbisches Parlament“ stattgefunden. Insofern stellt sich die Frage der demokratischen Legitimation.

Kulturelle Autonomie haben wir faktisch schon. Ich kann mich an kein sorbisches Kulturprojekt erinnern, dessen Förderung wir im Präsidium der Domowina nicht zugestimmt haben. Es gibt kein Ensemble, keine Gruppe, deren kulturelle Aktivität an fehlender Unterstützung durch die Stiftung gescheitert ist.

Bildungs-Autonomie könnten wir mit der Gründung eines freien sorbischen Schulwesens haben, wenn wir diesen Weg wollten. Es gibt im Übrigen kein, auch noch so umstrittenes, Bildungsmodell an (staatlichen) sorbischen (und anderen) Schulen, das nicht ohne aktives Mittun von sorbischer Seite umgesetzt worden wäre. Insofern liegt das Potenzial für nötige Änderungen schon jetzt in den eigenen Reihen.

Natürlich wünschte ich mir, dass die Sorben im Stiftungsrat die Mehrheit haben. Es gibt aber keinen nennenswerten Fall, in dem die sorbischen Stiftungsvertreter von den anderen überstimmt worden sind, wenn sie sich einig waren. Natürlich hätte ich gerne im sorbischen Dachverband das Prinzip der Urwahlen, nicht zuletzt des Vorsitzenden. Er wollte das auch. Aber das Gros der sorbischen Vereine hat sich anders entschieden. Auch das ist Demokratie.

Fazit: Was da jetzt vorgestellt wird, dürfte zumindest noch viel Diskussionsstoff liefern.