Auf seiner konstituierenden Sitzung nach der jüngsten Haupt- und Wahlversammlung hat sich der Vorstand des Domowina-Regionalverbandes Hoyerswerda (sorbisch: „župa ,Handrij Zejler‘ Wojerecy“) unter Leitung des neuen Vorsitzenden Marcel Braumann mit den Vorhaben für das kommende Jahr befasst, die der Verband selbst durchführen bzw. unterstützen möchte. Geplant sind u.a. ein Schüler-Projekt am seinerzeitigen Wohnort des Schriftstellers Jurij Brězan (1916-2006), ein „sorbischer Heimattag“, ein Ausflug nach Tschechien und eine „Trachten-Werkstatt“.

Als ständigen Berater in kulturellen Fragen berief der Vorstand Jurij Wuschansky, den Vorsitzenden der wissenschaftlichen Gesellschaft der Sorben, der Maćica Serbska. Im Mittelpunkt der Arbeit des Domowina-Regionalverbandes steht, so der Vorsitzende (župan), die „verstärkte Verbreitung lebendiger sorbischer Sprache in den zentralen sorbischen Gebieten der Lausitz“, schließlich ist Hoyerswerda Gründungsort des sorbischen Dachverbandes und Zentrum der Lausitz.

Dem Regionalvorstand gehört auch eine Vertreterin des „sorbischen Parlamentes“ („serbski sejm“) an, die über den aktuellen Stand dieses Gremiums berichtet hat. Im Vorstand des Domowina-Regionalverbandes herrscht Einigkeit darüber, dass die Domowina als Dachverband aller Sorben auch die im „sejm“ engagierten Menschen auf der Basis praktischer Arbeit zu integrieren hat. Der Vorsitzende wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass sich im sorbischen Kerngebiet nur schätzungsweise zwei Prozent der sorbischen Bevölkerung an den Wahlen des „sejm“ beteiligt haben.

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