Herr Tillich und Herr Woidke haben den Strukturwandel entdeckt.
https://www.medienservice.sachsen.de/medien/news/211424Als vor fünf Jahren auf sächsischer Seite der Tagebau Nochten II planerisch bis 2067 durchgeboxt wurde, waren diejenigen, die den Beginn des Strukturwandels sofort verlangten, vermeintlich böse Feinde des Fortschritts.

Nun hat sich der skandinavische Staats-Musterkapitalist vom Acker gemacht, bevor er abgebaggert wird. Trotz hochrangiger Polit-Prozessionen nach Schweden. Gefolgt ist ein Unternehmen, das nicht nur Greenpeace als Heuschrecke bezeichnet. Es begrenzt kühl rechnend die Braunkohle-Zukunft auf die Zeit, die selbst die härtesten Strukturwandel-jetzt-Kämpfer immer für richtig hielten.

Natürlich wird niemand der Technokraten -Regenten und aus dem nachgeordneten Verwaltungsgefolge bei denen um Entschuldigung bitten; die damals faktisch als Affen auf den Bäumen verunglimpft wurden. Es sei vergeben, vergessen wird es nie. Zumal nun für Tillich und Woidke die Probe-Zeit des Nachsitzens beginnt, nachdem viele Jahre vertan worden sind. Da sie selbst ja nicht gerade zu den Kreativen gehören, sollten sie sich mal bei den „Spinnern“ Rat suchen. 😊

Nichts von dem, was die Ministerpräsidenten gestern kundtaten, ist falsch. Aber Strukturwandel ist nicht, ehemalige Gruben mit Wasser volllaufen zu lassen, wo wir nun endlose Bade -Möglichkeiten haben, oder sich chice Fabriken zu erträumen. Industriepolitik sieht anders aus, als erst die ewige Braunkohle anzubeten und nun den Begriff „Strukturwandel“ in Weihrauch zu tauchen.

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