Macron – ein Jesuitenschüler, der sich in seine Französischlehrerin verliebte und dann später mit ihr „durchbrannte“. Nun wird sie – 24 Jahre älter als er – wohl bald First Lady in Frankreich. Er wiederum, mit 39 an der Schwelle zum Präsidentenamt, kultiviert sich fast so etwas wie ein Business-Punk: keine Wohnung, kein Auto, aber irgendwie doch wohl vermögend.

Michel Houellebecq hat schon längst Gefallen an ihm gefunden, auch wenn er ihn wohl nicht gewählt hat und diesen Typen nicht zum Gegenstand eines Präsidentschaftswahlromans gemacht hat. Bei Houellebecqs „Unterwerfung“ verhindert ein liberaler Muslim die nationalistische Präsidentschaft, im realen Frankreich ist es jemand, der immer wieder als vermeintlich schwul oder zumindest androgyn taxiert wird.

Mal davon abgesehen, dass das in den genannten Zusammenhängen belanglos ist, verkörpert der flüchtlingsfreundliche und privat wie politisch nonkonformistische Macron, der eine Idee sozialer Gleichgewichte hat (und daher den extremen deutschen Exportüberschuss problematisiert), die Option des wahren Fortschritts jenseits der langweiligen Klischees verschiedener politischer Milieus.

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