Premiere Heiligabend 2016: Erstmals habe ich die Weihnachtsgeschichte auch aus dem Koran verlesen. Ich war gerade bei meinen Eltern in Görlitz mit dem gewohnten Abschnitt aus dem Lukas-Evangelium durch, in der Textfassung der 37. Auflage des katholischen Meßbuchs von 1957, Vorwort von 1934. Die erste Zahl ist das Jahr, in dem meine Eltern geheiratet haben, die zweite ist das Geburtsjahr meines Vaters.

Da kam per WhatsApp vom syrischen Freund Khaled Dhamen die Weihnachtsgeschichte aus dem Koran. Die wurde dann nach der Bescherung auch noch verlesen. Was macht Khaled, der Ende 2014 nach Deutschland kam und jetzt als Assistenzarzt im – evangelischen – Krankenhaus in Niesky (Oberlausitz) arbeitet, zu Weihnachten? Das Gleiche wie wir – Familientreffen.

Hier in umgekehrter Reihenfolge die doppelte Weihnachtsgeschichte aus Koran und Bibel.

16. Und gedenke auch im Buche der Maria. Da sie sich von ihren Angehörigen an einen östlichen Ort zurückzog.

17. Wir zogen einen Schleier zwischen ihr und ihnen. Und Wir sandten Gabriel zu ihr. Der stellte sich ihr dar als ein wohlgestalteter Mensch.

18. Sie sprach: „Siehe, ich suche Schutz vor dir beim Barmherzigen, rühr mich nicht an, so du ihn fürchtest.“

19. Er sprach: „Ich bin nur ein Gesandter von deinem Herrn, um dir einen reinen Sohn zu bescheren.“

20. Sie sprach: „Wie sollte ich einen Jungen bekommen, wo mich kein Mann berührt hat und ich tugendhaft bin?“

21. Gabriel sagte: „Also sei’s. Gott lässt dich wissen: ‚Das ist mir ein Leichtes; und wir wollen ihn zu einem Zeichen für die Menschen machen und einer Barmherzigkeit von Uns. Und es ist eine beschlossene Sache.‘ “

22. Da war sie nun schwanger mit ihm. Und sie zog sich mit ihm an einen entlegenen Ort zurück.

23. Und die Wehen veranlassten sie, zum Stamm der Palme zu gehen. Sie sagte: ‚Wäre ich doch vorher gestorben und ganz in Vergessenheit geraten!‘

24. Da rief eine Stimme ihr von unten her zu: ‚Sei nicht traurig! Dein Herr hat unter dir ein Bächlein fließen lassen.

25. Und schüttle den Stamm der Palme indem du ihn an dich ziehst! Dann lässt sie saftige, frische Datteln auf dich herunterfallen.

26. Und iss und trink und sei frohen Mutes! Und wenn du einen von den Menschen siehst, dann sag: Ich habe dem Barmherzigen ein Fasten gelobt. Darum werde ich heute mit keinem menschlichen Wesen sprechen.‘

27. Dann kam sie mit ihm zu ihren Leuten, indem sie ihn auf dem Arm trug. Sie sagten: ‚Maria! Da hast du etwas Unerhörtes begangen.

28. Schwester Aarons! Dein Vater war doch kein schlechter Mann und deine Mutter gehörte auch zu den Tugendhaften.‘

29. Da wies sie auf ihn. Sie sprachen: „Wie sollen wir mit ihm, einem Kind in der Wiege, reden?“

30. Er (Jesus) sagte: ‚Ich bin der Diener Gottes. Er hat mir die Schrift gegeben und mich zu einem Gottesgesandten gemacht.

31. Und Er hat gemacht, dass mir, wo immer ich bin, Segen verliehen ist, und trug mir das Gebet und die Vermögensabgabe auf, solange ich lebe

32. und pietätvoll zu meiner Mutter zu sein und nicht machte Er mich zu einem Unhold.

33. Und Segen sei über mir am Tag, da ich geboren wurde, und am Tag, da ich sterbe, und am Tag, da ich wieder zum Leben erweckt werde.‘

34. Das ist Jesus, der Sohn der Maria – das Wort der Wahrheit, das sie bezweifeln.

Ein Gedanke zu “Doppelte Weihnachtsgeschichte: Koran/Bibel

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