Anderthalb Stunden Schubert ist zu viel. Fünf Minuten Olaf Schubert als Einlage in den Satire-Formaten der TV-Republik sind für mich immer ein Genuss. Aber für einen ganzen Film reicht es nicht, wenn man nicht wie Til Schweiger aussieht und wirkt. So zieht es sich mit endlosen Wiederholungen in die Länge, und der Schauburg-Kinosaal wird zum Schlafsaal.

Mehrere Leute haben mich in den letzten Jahren aufgefordert, mal endlich ein Buch zu schreiben. Entweder sorbisch oder deutsch. Ich werde weder das eine noch das andere tun, niemals. Ich kann keine Bücher schreiben. Meine mutmaßlichen Höhepunkte beim Schreiben erreiche ich auf einem Blatt Papier bzw. auf einer Bildschirm-Oberfläche plus ein kleines bisschen Scrollen. Aber nicht zu lange… Man muss seine Grenzen respektieren. Das hat Olaf Schubert leider nicht getan.

Apropos Höhepunkt: Die Idee, das jemand den Geschlechtsverkehr eigentlich nur wegen des Zeugungsaktes vollziehen will, ist ja schon naja. Das dann in Kinofilmlänge auszuwalzen ist megaabtörnend. So kann man sich als Dresdner Humor-Marke auch final selbst zerstören. Denn wenn das nächste Mal Schubert in der „heute-show“ auftaucht, schalte ich ab.

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