Täglich belästigt uns die Börse auf allen Kanälen. Jede Zuckung der ANLEGER wird wortreich ausgedeutet. Ab und an gibt’s noch den KONSUM-Klima-Index. Wie Geld gescheffelt und ausgegeben wird, bewegt die Medien-Welt.

Uninteressant ist scheinbar die Stimmung am Arbeitsplatz. Sowas kommt nur alle Jubeljahre einmal vor, und dann gleich in Verbindung mit der Auflistung pathologischer Phänomene, Burnout und so. Das, was die Welt zusammenhält, durch Produktion, Handel und Dienstleistung, der arbeitende Mensch, führt in der Öffentlichkeit ein kümmerliches Schattendasein.

Bei beachtlichen Großbaustellen darf mal ein Arbeiter fotografiert werden (in der Regel ohne Bitte um ein Statement), aber die aktuelle Stimmungslage der Produktionshelfer an den Fließbändern in unseren Regionen ist kein Thema.

Mich interessiert weder die Börse noch der Konsumklimaindex. Beide sind eine postmoderne Form des Götzendienstes am goldenen Kalb. Die Zukunft der Aufmerksamkeit gehöre den arbeitenden Leistungsträgern des Alltags.

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